Gongmeditation

 

Die Gongmeditation ist eine sehr kraftvolle Klangmeditation, bei der es durch den flächigen, meditativen Klang des Gongs keine Bezugspunkte für den Verstand gibt, also keinen Rhythmus und keine wiedererkennbare Melodie. Dadurch kann sich der Körper tief entspannen und die Gedanken kommen zur Ruhe.

 

Dadurch dass der Geist entspannt ist, kann der langsam sich aufbauende und  zu enormer Lautstärke anschwellende Klang des Gongs buchstäblich alle Gedanken herausspülen, so dass ein Wahrnehmungsraum entsteht, der frei ist von Konzepten und Wertungen und das ist eine sehr befreiende Erfahrung. Auch wenn diese sich dann nach und nach wieder im Bewusstsein einnisten, hat doch eine Lockerung stattgefunden. Und die Wahrscheinlichkeit, dass man die eigenen Konzepte und Wertungen als solche überhaupt erkennt, steigt durch diese Erfahrung beträchtlich.

 

 

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Es ist im übertragenen Sinn ein wenig so, als wenn man bei schönem Wetter mit dem Auto durch einen langen Tunnel fährt und beim Herausfahren aus der Dunkelheit des Tunnels überrascht ist über die Helligkeit und die intensiven Farben.

Die radikale Reduzierung der üblichen Ablenkungen während der Gongmeditation und der einnehmende Klang des Gongs erzeugen einen tranceartigen Zustand. Beim „Aufwachen“ aus diesem – nach sanftem Ausklingen des Gongs – stellt sich eine intensive Präsenz ein, quasi das Gegenteil einer Trance. Diese Präsenz kann mehrere Stunden andauern und schleicht sich dann mehr oder weniger unbemerkt wieder davon. Diese Stunden aufmerksam zu erleben, ist ein Genuss.

 

Man hat die Möglichkeit in diesem offenen Geisteszustand zu realisieren, dass die „Umgebung“ (Menschen, Natur, Dinge etc.) gar nicht so abgetrennt ist von einem selbst. Man nimmt gewissermaßen mehr den Beziehungscharakter und die Verwobenheit war und kann dem zu Folge auch etwaige Verstrickungen mit Menschen und Situationen besser durchschauen.
Das hört sich vielleicht kompliziert an, fühlt sich in diesem Zustand aber sehr leicht und fluid an und die Verstrickungen und Konzepte fühlt man einfach als mehr oder weniger starke Verengungen oder Verdichtungen des Fluiden.

 

Durch den Gong kann eine so tiefgreifende Erfahrung von Widerstandsfreiheit und Verbundenheit eintreten, wie es in der Regel erst nach längerer Meditationspraxis geschieht. Auch im Körper können sich Blockaden lösen, so dass die Energie wieder frei fließen kann. 

 

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Nach vielen selbst erfahrenen Gongmeditationen habe ich im Jahr 2005 begonnen, das Ritual der Gongmeditation bei meinem Lehrer Nanak Dev Singh – einem direkten Schüler von Yogi Bhajan – zu erlernen. Seit 2006 leite ich selbst Gongmeditationen an und verbinde sie mit der meditativen Heilform „SatNamRasayan“, die ich seit 1999 praktiziere und die ebenfalls durch Yogi Bhajan weitergegeben wurde. Das ermöglicht mir, mich tiefer mit der gesamten Erfahrung der Gongmeditation – mit den Teinehmenden, mit mir als Gongspieler und vor allem mit dem gemeinsamen Erfahrungsraum – zu verbinden und dadurch Heilimpulse setzen zu können.

Auf Nachfrage biete ich auch Einzelsitzungen mit dem Gong und mit SatNamRasayan an.

 

© der Fotos: Gerald Koll